Gute Ratschläge

Wie Soldatinnen die ersten Monate der Ausbildung erleben.

Ganz gleich, wo sie Ihre Karriere beim Bundesheer hinführt - in den ersten Monaten der Ausbildung werden Sie mit den Grundfertigkeiten des Soldatinnenberufs vertraut gemacht. Diese Zeit beschreiben viele Soldatinnen als besondere Herausforderung: Man lernt seine physischen und psychischen Grenzen kennen.

In dieser Zeit finden Sie auch heraus, was Sie alles schaffen können und wie motivierend Erfolgserlebnisse sind. Hier berichten Soldatinnen von ihren Erfahrungen und geben Tipps, wie sich die Ausbildung leichter meistern lässt.

Zgf Andrea Schneller

„Der erste Marsch war hart. Da muss dir bewusst sein, dass du auch mal ganz auf dich allein gestellt bist. Wenn’s richtig schwer wird, gilt: Nicht zu sehr reinsteigern, ab und zu einfach den Kopf abschalten.“

 

Zgf Martina Stelzl

„Irgendwann kommt der Punkt, an dem dir mal die Luft ausgeht - aber das ist alles Übungssache. Eine gute Vorbereitung ist wichtig. Es hilft, wenn du schon vor der Ausbildung viel auf den Berg gehst.“

 

Zgf Manuela Schmid

„Ins Marschieren mit schwerem Gepäck muss man erstmal reinkommen. Und es ist wichtig, zu wissen, dass Frauen schneller frieren als Männer. Wenn man drei Stunden in der Kälte steht, kann’s richtig frisch werden. Also nicht auf die Funktionswäsche vergessen!“

 

Zgf Daniela Bauer

„Natürlich gibt es auch viel Theorieunterricht im Lehrsaal: Wichtig ist das laufende Mitlernen, auch mal an den Wochenenden. Du musst immer drauf schauen, keine Nachzüglerin zu werden! Theorie muss immer auch praktisch umgesetzt werden können.“

 

Zgf Jennifer Zieserl

„Ich wollte immer an die sportlichen Limits rankommen, die für die Männer gelten. Das war für mich eine große Herausforderung. Der Körper setzt einem zwar natürliche Grenzen, aber darüber hinaus ist vieles reine Kopfsache. Wenn du’s wirklich willst, dann schaffst du das!“

 

Zgf Nike Wolf

„Viele Frauen sind anfangs über den mitunter harschen Umgangston beim Militär überrascht, aber daran gewöhnt man sich, wie auch ans Marschieren. Frauen können sich darauf vorbereiten, indem sie immer wieder mit einem schweren Rucksack wandern gehen. Dadurch wird die Muskulatur trainiert.“

 

Zgf Sabine Baumgartner

„Für die Ausbilder ist es kein Thema, dass jetzt auch Frauen da sind. Wenn die Kameraden miteinander reden, können sie auch ganz schön austeilen. Die machen keinen Unterschied, ob auch eine Frau dabei ist. Man darf nicht zimperlich sein, muss auch kontern können. Und man muss auch auf die Burschen zugehen.“

 

Zgf Melanie Meisterl

„Sich bereits vor der Ausbildung für das Bundesheer zu interessieren, ist von Vorteil. Männer interessieren sich zum Beispiel oft schon früh für Waffen etc.“